Erinnern Sie sich an die erste Omega Seamaster Professional 300M „Bond“, genauer gesagt die 2541.80 mit Quarzwerk und die 2531.80 mit Automatikwerk? Beide Modelle waren keine limitierten Auflagen, sondern Teil der regulären Omega-Kollektion, und zierten das Handgelenk von 007 ab 1995. Heute stellen wir Ihnen die Seamaster 300M vor, die Bond in „Keine Zeit zu Sterben“ tragen wird. Auch sie gehört zur regulären Kollektion.

Ich liebe die Seamaster 300M 2531.80. Ich hatte viele, habe viele verkauft und habe mir vor zwei Jahren wieder eine zugelegt, nachdem ich erkannt hatte, dass ich mein erstes, im Jahr 2000 erworbenes Exemplar nicht hätte verkaufen sollen. Die Seamaster 300M war und ist ein wichtiger Umsatzträger für Omega. Sie hat für ihren Preis schon immer viel geboten. Daran hat sich nichts geändert. Das gilt insbesondere für die vor kurzem präsentierten Modelle mit ihrem von Omega entwickelten und produzierten Master Chronometer-Werk.

James Bond Seamaster 300M 2531.80 Referenz 2531.80

Seamaster 300M Bond

Lange Zeit stand die Frage im Raum, welche Seamaster 300M Daniel Craig wohl im kommenden Bond-Film, „Keine Zeit zu Sterben“ tragen würde. Die im Internet kursierenden Bilder vom Filmset hatten schon auf eine Seamaster 300M hingedeutet. Heute nun präsentierte Omega in New York City in Anwesenheit von Daniel Craig die Seamaster 300M, die am Handgelenk von James Bond zu sehen sein wird. Niemand hatte wohl zu diesem Anlass ein völlig neues Modell erwartet. Dennoch ergriff Omega, auch dank konstruktiver Mitwirkung von Craig, die Gelegenheit, etwas Besonderes für James Bond zu kreieren. Daniel Craig trug die 300M schon in Casino Royale im Jahr 2006. In diesem Film trug Bond auch eine Seamaster Planet Ocean, die auch in den darauffolgenden Filmen zum Einsatz kam. In „Spectre“ trug James Bond dann ein Seamaster 300-Modell – nicht zu verwechseln mit der 300M.

Omega Seamaster 300 Bond ‘Spectre’

Diese Seamaster 300 wurde in einer auf 7007 Stück limitierte Auflage produziert Wenn Sie meinen, das könne man nicht limitiert nennen, sagt der Markt etwas anderes. Heute muss man schon tief in die Tasche greifen, um ein Exemplar erstehen zu können. In „Keine Zeit zu Sterben“ ist James Bond jetzt wieder mit einer 300M zurück.

Gestatten, Bond, Seamaster 300M Bond

Omega Seamaster 300M Bond Das 42 mm-Gehäuse der Seamaster 300M ist aus Titan Grade 2 gefertigt und ist mit einem wunderschönen Milanaise-Armband versehen, ebenfalls aus Titan. In dieser Version war sie schon auf den Bildern vom Drehort des neuen Bond-Films zu sehen. Einige Omega-Enthusiasten hatten kurz darauf versucht, diesen Look zu imitieren, indem sie ihre Seamaster 300M mit Milanaise-Armbändern ausstatteten. Auf manchen Fotos konnte man auch ein Broad Arrow-Symbol des britischen Verteidigungsministeriums oberhalb der 6-Uhr-Markierung erkennen, die der Uhr einen offensichtlichen militärischen Bezug verleiht – perfekt für James Bond.

Ganz besonders mag ich das aufgewölbte Glas. Es führt zwar aus bestimmten Winkeln zu leichten Verzerrungen, gibt der Uhr aber diesen beeindruckenden Vintage-Look.

Omega Seamaster 300M Bond Das „tropisch“ braune Zifferblatt aus Aluminium ist mit den cremefarbenen Markierungen und Schriftzügen ausgesprochen ansehnlich. Über dem Broad Arrow-Symbol schwebt der Schriftzug „Co-Axial Master Chronometer 300m / 1000ft“. Oberhalb des Zentrums sind das Logo und der Schriftzug von Omega aufgebracht. Der rot gedruckte Seamaster-Schriftzug schafft einen hervorragenden Kontrast und passt zu der roten Spitze des Sekundenzeigers. Der Creme-Farbton setzt sich auf der Tauchskala der Aluminium-Lünette fort.  Wie Sie sehen, hat das Zifferblatt kein Datumsfenster. Während die originale Seamaster 300M noch ein Datumsfenster an der 3-Uhr-Position hatte, entschloss sich Omega bei diesem Modell, zugunsten eines aufgeräumteren Gesamtbilds auf eine Datumsanzeige zu verzichten. Dazu kann ich Omega nur beglückwünschen. Ich kann bei meinen Uhren gut und gerne auf ein Datumsfenster verzichten. Geblieben ist das Heliumventil an der 10-Uhr-Position. Das wird manchen Leuten gefallen, anderen eher nicht. Für mich gehört es einfach zur Seamaster 300M.

Verweise auf 007 Die neue Omega Seamaster 300M Bond ist weder eine Sonderedition noch eine limitierte Auflage, aber sie verweist dezent, aber eindeutig auf 007. Wenn Sie nicht für Bond schwärmen, aber Gefallen an der Uhr finden, müssen Sie sich wohl damit abfinden oder achten gar nicht darauf. oder achten gar nicht darauf. Neben dem Broad Arrow-Symbol auf dem Zifferblatt befinden sich auch auf dem Gehäuseboden einige Bond-Verweise, etwa das 007-Markenlogo mit der Pistole, aber auch die „007“ in der zentral unterhalb des Pfeils eingravierten Nummer – dazu mehr unterhalb des Fotos.

Damit die Gravuren auf dem Gehäuseboden immer genau horizontal positioniert sind, ist er mit einem NAIAD-Lock ausgestattet. Auch die Bandanstöße sind graviert, zum einen mit einem Hinweis auf die Verwendung von Titan, zum anderen mit dem Omega Globus-Logo. Dieses Logo steht im Zusammenhang mit Copyrights und ihrer Verwendung zur Kontrolle spezifischer Märkte – mehr darüber können Sie hier nachlesen.

Omega Seamaster 300M Bond Die Zahlenfolge auf dem Gehäuseboden orientiert sich am Format echter Militäruhren. „0552“ ist die für das Navy-Personal vorgesehene Codenummer, während „923 7697“ der Nummer für Taucheruhren entspricht. Der Buchstabe „A“ zeigt an, dass die Uhr mit einer Schraubkrone ausgestattet ist. „007“ ist der Verweis auf James Bond, und „62“ das Jahr, in dem der allererste Bond-Film über die Leinwände flimmerte.

Milanaise-Armband aus Titan

Das seit 1993 für die Seamaster 300M verwendete klassische 9-reihige Omega Edelstahl-Armband ist anlässlich dieser Edition einem wirklich coolen Milanaise-Armband aus Titan gewichen. Es ist ausgesprochen bequem und sehr leicht verstellbar, im Grunde genauso wie ein konventionelles Armband mit entsprechend angeordneten Löchern in einem Teil. Die Schließe in der vertrauten Omega-Form lässt sich mit zwei Knöpfen öffnen und schließen. Dazu drückt man so lange, bis man das Klickgeräusch hört.

Das Titan-Armband weist ein sehr schönes Finish auf. Da sich hier keine Endglieder eng an das Gehäuse anschmiegen, entsteht zwischen Armband und Uhrengehäuse ein kleiner Spalt – etwa in der Größe wie bei einem Lederarmband. Dieses Merkmal unterstreicht in meinen Augen den funktionalen Look. Ich bin mir nicht einmal sicher, wie es gut aussehen würde, wenn sich das Milanaise-Armband mit abgewinkelten Endgliedern unmittelbar an das Gehäuse anschmiegen würde.

Omega Seamaster 300M Bond

Kaliber 8806

Im Inneren dieser Bond-Uhr tickt das Kaliber 8806. Natürlich ist es schade, dass man das Werk nicht sehen kann. Aber dafür kann man sich über eine coole Gravur freuen. Das Kaliber 8806 der Seamaster 300M Bond stellt gegenüber dem Automatikwerk der Referenz 2531.80 mit ihrem ETA-basierten Omega Kaliber 1120 einen gigantischen Sprung dar. Es ist von METAS als Master Chronometer zertifiziert worden. Die Einzelheiten können Sie hier nachlesen. Auch wenn Sie sich nicht am Anblick dieses Werks erfreuen können, wissen Sie doch um seine hervorragende Qualität und das wunderschöne Finish mit den Genfer-Streifen-Arabesken. Nicht zuletzt macht dieses hoch-antimagnetische Werk diesen Zeitmesser erst so richtig 007-tauglich, wenn man bedenkt, mit welch sinistren Gerätschaften James Bond in Berührung kommt.

Omega Seamaster 300M Bond

Zwei Versionen

Wer sich für die Milanaise-Armbänder nicht erwärmen kann, hat die Möglichkeit, die Seamaster 300M Bond auch mit einem NATO-Armband zu kaufen. Der Preisunterschied von rund 1.000 Euro wird bei dieser Entscheidung unter Umständen auch eine Rolle spielen. Ich persönlich würde immer empfehlen, diese Uhr mit dem Metall-Armband zu kaufen und das NATO-Armband später separat nachzurüsten. Wenn Sie die Uhr erst einmal mit einem NATO-Armband gekauft haben, ist es etwas umständlich – und teuer – das Milanaise-Armband dazu zu kaufen.

Auf der anderen Seite macht die Omega Seamaster 300M Bond an einem NATO-Armband definitiv eine gute Figur. Omega hat sich hier für eine Farbkombination entschieden, die an ein NATO-Armband erinnert, das Bond in Dr. No trug. Auf den Bügeln ist das 007-Logo eingraviert.

Omega Seamaster 300M Bond

Die Seamaster 300M Bond in unlimitierter Auflage

Es gab vor einiger Zeit bereits Bond-Uhren in limitierter Auflage, über die wir hier berichtet haben. Offensichtlich fanden diese speziellen oder limitieren Auflagen besonders bei den hartgesottenen Fans des Bond-Genres Anklang, die nach allem verrückt sind, was mit Bond zu tun hat. Uhrenliebhaber stehen dem ganzen Bond-Branding etwas skeptischer gegenüber – ich schließe mich da mit ein. Mit den dezenteren 007-Verweisen wird diese neue Seamaster 300M Bond ein breiteres Publikum ansprechen, auch unter den Uhrenliebhabern. Ich habe die Uhr anprobiert, das Milanese-Armband aus Titan gründlich ausprobiert und dabei regelrechten Appetit darauf bekommen, (wieder) eine zu kaufen. Mir ist es bei der Seamaster 300M mit der Referenz 2531.80 nie auf die Verbindung zu James Bond angekommen. In den vergangenen 19 Jahren habe ich immerhin vier Exemplare erworben, von denen ich noch eines besitze. Ich weiß jedoch, dass viele Leute dieses Modell aufgrund der Rolle gekauft haben, die es in den 007-Filmen spielte. Das hat möglicherweise sogar dazu beigetragen, dass sich viele Leute nach dem eines Modells aus den Filmen der 1990er-Jahre zu Uhrenliebhabern entwickelt haben. Vielleicht kann diese neuen Seamaster 300M Bond dasselbe bewirken, auch wenn der Preis ein wenig höher liegt als bei den Referenzen 2541.30 und 2531.80, die 1995 zum ersten Mal am Handgelenk von 007 zu sehen waren.

Omega Seamaster 300M Bond Es freut mich außerordentlich, dass dieses Modell nicht in limitierter Auflage, sondern als Teil der regulären Omega-Kollektion angeboten wird. Wer auch immer die Seamaster 300M Bond kaufen möchte – und die Mittel dazu hat – kann das tun, ohne sich mit Wartelisten vertrösten oder die schamlosen Höchstpreise von Gelegenheitsverkäufern oder Händlern gefallen lassen zu müssen.

Preise und Verfügbarkeit

Die neue Omega Seamaster 300M Bond 210.90.42.20.01.001 ist ab Februar 2020 erhältlich. Die Version mit NATO-Armband wird zu einem Verkaufspreis von 7.630 Euro angeboten, während die Version mit dem Milanaise-Armband aus Titan 8.640 Euro kostet. Ich würde, wie gesagt, immer erst einmal das Milanaise-Armband kaufen und das NATO-Armband eventuell später ergänzen. Nachdem Fratello der Präsentation in New York beiwohnen durfte und ich kurz darauf das Glück hatte, diese neue Seamaster 300M Bond persönlich ausprobieren zu können, muss ich zugeben, dass sie ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Sie erfüllt so gut wie alle Ansprüche, die man an eine perfekte sportliche Uhr stellt, und ist ganz normal erhältlich. Meine aktuellen Seamaster 300M – die 2531.80 und die 2296.80 – werden wohl damit leben müssen, das Tageslicht seltener zu erblicken, sobald ich die neue Seamaster 300M Bond mein eigen nennen kann.

So sehr ich mich auch für das Seamaster 300M Modell in Schwarz und Sedna-Gold begeistert habe, das neue Bond-Modell ist eindeutig mein neuer Favorit dieser Reihe. Der Preisunterschied ist beträchtlich. Dennoch sollten Sie zu dieser neuen Seamaster 300M Bond greifen, wenn Ihr Budget es erlaubt.

Zu Beginn letzten Jahres hatten wir alle Omega Seamaster Modelle Revue passieren lassen, die 007 seit 1995 am Handgelenk hatte. Diesen Artikel können Sie hier lesen..

Weiter Information finden Sie auf der offiziellen Omega Website.

Watch specifications

Brand
Model
Seamaster Diver 300M
Reference
210.90.42.20.01.001
Dial
Aluminum (tropical) brown
Case Material
Titanium
Case Dimensions
Diameter: 42mm Height: 12.99mm
Crystal
Sapphire
Case Back
Titanium, NAIAD lock
Movement
Caliber 8806, self-winding in-house developed and produced movement, Power Reserve: 55 hours, Master Chronometer certified, Co-Axial escapement, anti-magnetic up to 15,000 gauss, guaranteed accuracy of 0 - 5 seconds per day on average
Water Resistance
300 meters / 1000 feet
Strap
Titanium Milanese bracelet / NATO strap
Functions
Time, Diving bezel
Warranty
5-years international warranty
Special Note(s)
Deliveries will start in February 2020.