Die Rolex GMT-Master (II) ist endlich aus dem Schatten ihres tauchenden Bruders, der Submariner, getreten. Seit unlängst die Versionen mit ‘Pepsi’- und ‘Batman’-Keramiklünetten (an einem Jubilé-Armband) präsentiert wurden, ist ein echter Hype ausgebrochen. Lange Wartelisten und weit über dem Listenpreis rangierende Marktpreise führen zu enttäuschten Kunden, aber das scheint die Nachfrage nicht zu bremsen. Ganz im Gegenteil.

Ich kann mir vorstellen, warum die Rolex GMT-Master so begehrt ist. Sie ist ein wunderbarer täglicher Begleiter und bietet darüber hinaus eine zweite Zeitzone. Ich hatte die eine oder andere GMT-Master Uhr, darunter einige vintage 1675er und eine GMT-Master II 16710. Als ich 2017 soweit war, eine GMT-Master II ‘Ceramic’ oder ‘Batman’ zu kaufen, wurde ich mit der oben erwähnten Nachfrage konfrontiert. Ich musste zwischen einer Warteliste oder einem erhöhten Marktpreis wählen und beschloss, noch abzuwarten, ob die Preise wieder sinken würden. Sie sanken nicht. Im Gegenteil, der Trend hat sich weiter verstärkt. Eine moderne GMT-Master steht immer noch auf meiner Wunschliste, aber ich halte mich zurück und warte, bis sich eine Gelegenheit ergibt. Mittlerweile ist es mir sogar egal, ob es eine nicht mehr in Produktion befindliche GMT-Master II mit schwarzer Keramiklünette, eine ‘Batman’ mit schwarz-blauer Lünette oder die stets beliebte ‘Pepsi’ mit Keramiklünette ist.

Die Geschichte der Rolex GMT-Master

Mein Wunsch nach einer Rolex GMT-Master II kommt einfach daher, dass sie eine der berühmtesten Reiseuhren ist. Lange Zeit stand sie ein wenig im Schatten der Rolex Submariner und Daytona, wenn auch unverdient. Sie ist eine bemerkenswerte Toolwatch, für die ich schwärme, auch mit dem Oyster-Armband mit polierten Mittelgliedern (oft als ‘plc’ abgekürzt, für: polished center link) oder einem Jubilé-Armband.

In diesem Artikel werde ich Sie mit der erstaunlichen Geschichte der Rolex GMT-Master bekannt machen.

Rolex GMT-Master History

Die Verbindung zu Pan-Am

Alles begann damit, dass ein ehemaliger Pilot der Pan-Am nach einer ordentlichen Pilotenuhr verlangte. Es ging ihm nicht nur um eine sehr gut ablesbare Uhr für Piloten (davon gab es bereits viele), sondern um eine Uhr, die eine zusätzliche Zeitzone anzeigen konnte. Das war ein nützliches Extra für transatlantische Flüge, wie sie Pan-Am einführen wollte. Ein genauer und zuverlässiger Zeitmesser war schlicht eine Notwendigkeit, aber eine zusätzliche Zeitzone würde die Sache perfekt machen. Pan-Am fragte bei Rolex nach, und dort entwickelte man die GMT-Master. Eine Uhr mit Chronometer-Spezifikationen und der Anzeige einer zusätzlichen Zeitzone.

Wie wir heute wissen, war die Rolex GMT-Master nicht nur bei den Piloten der Pan-Am oder der zivilen Luftfahrt allgemein beliebt, sondern auch bei den Piloten der US Air Force und der NASA. Jack Swigert trug eine während der Apollo 13 Mission. Dazu gesellten sich Leute, die beruflich oft in verschiedenen Zeitzonen unterwegs waren, denn wenn man die Lokalzeit und die Zeit zuhause gleichzeitig im Blick hat, kommt man (mental) besser mit dem Jetlag zurecht. Über die Jahre entwickelte sich die Rolex GMT-Master zu einer sehr populären Uhr. Auch unter Leuten, die nicht so oft ins Flugzeug stiegen oder in der ganzen Welt geschäftlich unterwegs waren. Sie ist, wie viele andere Luxusartikel, zu einem Symbol für Erfolg und Reichtum geworden, ob es uns gefällt oder nicht. Für Uhrenliebhaber spielt die Geschichte der Rolex GMT-Master (II) eine wichtige Rolle. Sie ist Teil des Vergnügens, wenn man so eine Uhr besitzt und trägt.

Heute möchte ich zusammen mit Ihnen in die Vergangenheit blicken und die Rolex GMT-Master Modelle von dem allerersten Modell von 1954 bis heute Revue passieren lassen. Sie werden sehen, dass die GMT-Master zwar viele Veränderungen und Innovationen mitgemacht hat, aber dennoch alle Modelle klar erkennbar miteinander verbunden sind. Das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt, der eine Kult-Uhr oder, besser gesagt, einen Klassiker ausmacht.

Referenz 6542

Rolex GMT-Master 6542

Die Rolex GMT-Master 6542

1955 stellte Rolex die erste GMT-Master vor, die Referenz 6542.. Sie war mit einer Lünette aus Bakelit ausgestattet, die nach zwei Jahren durch eine Aluminiumlünette ersetzt wurde, weil sie schnell Risse bekam. Einen Kronenschutz besaß sie nicht. James Bond-Fans erinnern sich vielleicht, dass diese Uhr im Film Goldfinger am Handgelenk von Pussy Galore zu sehen war. Die Rolex GMT-Master 6542 wurde bis 1959 produziert. Rolex stattete diese Referenz mit verschiedenen Uhrwerken aus, darunter die Kaliber 1036 (1954-1959), 1065 (1957-1959) und 1066 (1957-1959).

Referenz 1675

Rolex GMT-Master 1675

Die Rolex GMT-Master 1675

Die Ref.1675 gehört vielleicht zu den populärsten vintage Rolex GMT-Master-Modellen ref.1675. Wir haben  in diesem Artikel darüber berichtet. Sie kam 1959 in die Läden und wurde bis 1980 produziert. Das ist eine sehr lange Zeit. Das ist auch der Grund dafür, dass man immer noch ohne Probleme eine vintage Rolex GMT-Master 1675 in ordentlichem Zustand finden kann. Bis Ende der 1960er Jahre hatte der zusätzliche Stundenzeiger ein kleines Dreieck. Er wurde in den 1970er-Jahren durch einen roten Zeiger mit einem größeren Dreieck abgelöst. Frühe Modelle waren darüber hinaus mit einem spitzen Kronenschutz und einem Zifferring ausgestattet. Die Ref.1675 war darüber hinaus die erste Sportuhr aus dem Hause Rolex, die mit einem Oyster-Armband (Referenz 78360) oder einem Jubilé-Armband (Referenz 62510) erhältlich war.

Uhrwerk-Weiterentwicklungen

Die ersten Exemplare der 1675 wurden mit dem Rolex Kaliber 1565 ausgerüstet. Im Jahr 1965 begann Rolex dann, sie mit dem Kaliber 1575 auszustatten. Dieses Uhrwerk hatte mit 19.600 Halbschwingungen pro Stunde anstatt 18.000 eine höhere Frequenz. Später wurde das Kaliber 1575 durch einen Sekundenstopp ergänzt. Der Sekundenzeiger wird angehalten, wenn man die Krone herauszieht. Das war im Jahr 1971.

Referenz 16750

Um das Jahr 1980 präsentierte Rolex die GMT-Master Ref.16750, ein Modell mit neuem Werk und Hochglanz-Zifferblättern. Rolex setzte das Kaliber 3075 ein, das über eine Datumschnellschaltung verfügte. Das Uhrwerk hatte mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde außerdem eine höhere Frequenz. Weil die Produktion bereits 1988 auslief, wurde die Ref.16750 einem der begehrtesten Modelle der GMT-Master Serie. Sie übertraf jedoch nicht die Nachfrage nach der Rolex GMT-Master II 16760 , auch ‘Fat Lady’ (oder ‘Sophia Loren’) genannt. Dieses Modell war die erste GMT-Master II und brachte gegenüber der regulären GMT-Master eine Weiterentwicklung mit: man konnte drei verschiedene Zeitzonen darauf ablesen. Abgesehen davon verfügte die ‘Fat Lady’ über ein dickeres Gehäuse, einen massiven Kronenschutz und Saphirglas, und war nur in der ‘Coke’-Konfiguration erhältlich, das heißt mit einer rot-schwarzen Lünette. Die Rolex GMT-Master II 16760 war mit dem Kaliber 3085 bestückt.

Referenz 16700 und 16710

Die GMT-Master 16700 ersetzte dann 1989 die Rolex GMT-Master ref.16750. Rolex präsentierte außerdem die Referenz 16710 (dazu haben wir hier einen Detailbericht veröffentlicht), das Nachfolgemodell der Fat Lady. Zunächst kamen noch Tritium-Zifferblätter zum Einsatz, aber um 1997 wechselte Rolex dann zu Super-LumiNova.

 

Rolex GMT-Master

Referenz 16700

Die parallel zur GMT-Master II 16710 produzierte 16700 verschwand 2001 aus dem Programm. Drastische Veränderungen wurden bei den Uhrwerken vorgenommen (sowohl bei der 16700 als auch bei der 16710). In der 16700 tickte jetzt das Kaliber 3175, in der 16710 das Kaliber 3185. Beide waren jetzt anders konstruiert und hatten eine doppelte Unruhbrücke. Als Armband standen Oyster (Referenz 78360) und Jubilé (Referenz 62510) zur Auswahl. Sehr schnell nach der Markteinführung erhielten die Oyster-Armbänder die berühmte Oysterlock-Sicherheitsfaltschließe. Dieses Oyster-Armband hatte die Referenz 78790.

Produktionsreihen der 16710

Zwischen 1989 und 2007 erfuhr die Rolex GMT-Master Ref.16710 eine Menge Veränderungen. Diese Uhr hatte ursprünglich ein Tritium-Zifferblatt und am Ende ihrer Produktionszeit Zifferblätter mit Super-LumiNova, ihr Armband bekam im Jahr 2000 massive Endlinks, und die Federsteg-Bohrungen im Gehäuse verschwanden. Die letzten verkauften Exemplare wurden mit Garantiekarten aus Plastik anstatt mit Papierzertifikaten geliefert. Und, bevor ich es vergesse, auch das Box-Set nahm bei diesem Modell die Gestalt an, die wir heute kennen. Erhältlich waren drei verschiedene Lünetten, wie Sie oben sehen können. Außerdem wurde 2007 das Uhrwerk der Rolex GMT-Master II auf das Kaliber 3186 aktualisiert. Die wichtigste Änderung, die dieses Uhrwerk mitbrachte, war die Parachrom-Spiralfeder. Die nur kurzzeitig produzierte Rolex 16710 mit Kaliber 3186 (Seriennummern mit M- und Z-) erzielt erstaunlich hohe Preise.

Referenz 116710LN und 116713LN

Ab 2008 bis 2019 gehörte die GMT-Master II 116710LN (Lunette Noir) zur Kollektion. Ihr Gehäuse wurde geringfügig verändert: die Twinlock-Krone wurde durch eine Triplock-Krone ersetzt, die Aluminiumlünette wich einer Lünette aus Keramik, und das Gehäuse wirkte etwas größer. Es maß zwar immer noch 40 mm im Durchmesser, aber die Bandanstößen und der Kronenschutz waren präsenter. Das Zifferblatt ist zu einem Maxi Dial mit großen Indizes und breiteren Zeigern “gewachsen”. Das trägt ebenfalls dazu bei, dass die Uhr größer wirkt als das Vormodell, obwohl der Durchmesser mit 40 mm beibehalten wurde. Seit 2016 beschränkt sich die Gangabweichung auf -2/+2 Sekunden pro Tag. Darauf gibt Rolex eine fünfjährige Garantie. Natürlich haben alle Uhren eine Chronometer-Zertifizierung durchlaufen, aber nach dem Einsetzen ins Gehäuse werden sie bei Rolex noch einmal strengen Leistungstests unterzogen.

Rolex GMT-Master II

Referenz 116713LN

Zur Freude vieler Rolex-Anhänger hat auch das Armband ein kleines Update erhalten. Es ist jetzt mit dem Easy-Link-System ausgestattet, mit dem sich das Armband um 5 mm weiter oder enger stellen lässt. Bei den alten Modellen brauchte man dafür einen Zahnstocher. Als erste Armband-Generation macht diese nicht das berühmte “klappernde” Geräusch am Handgelenk, obwohl viele Besitzer einer Rolex Gefallen daran finden. Die Mittelglieder sind jetzt poliert (‘pcl’), was nicht jedermanns Geschmack ist. Es verleiht der “Toolwatch” immerhin einen Hauch von Glamour.

Im Foto unten sehen Sie die Edelstahl-Version (Ref.116710LN). Die komplett goldene Version (Ref. 116718LN) kam bereits 2005 auf den Markt. In dieser Generation verwendet Rolex das Uhrwerk Kaliber 3186.

Rolex GMT-Master IILN

Referenz 116710BLNR ‘Batman’

2013 stellte Rolex eine neue Version der GMT-Master II 116710 vor, dieses Mal jedoch mit einer schwarz-blauen Lünette und einem blauen GMT-Zeiger. Diese Version erhielt die Referenznummer 116710BLNR, bei der BLNR für Blue & Noir steht.

New versus vintage Rolex

Referenz 116719 und 126719

Im Jahr 2014 präsentierte Rolex dann eine Kombination, auf die alle Fans der Rolex GMT-Master gewartet hatten: Eine Rolex GMT-Master II im neuen Stil mit Pepsi-Lünette. Folgerichtig trug sie die Referenz 116719BLRO (Bleu & Rouge). Wie man das jedoch von Rolex kennt, war sie nicht so ganz das, was die Leute erwartet hatten. Die neue Pepsi Rolex ist aus Weißgold gefertigt. Rolex wollte, Gerüchten zufolge, damit die Produktionszahlen niedrig halten. Anscheinend ist es schwierig, die rot-blauen Keramiklünetten in größeren Stückzahlen zu produzieren. Dazu passt, dass einige Lünetten andere Farbtöne aufwiesen. Wie Sie auf dem Foto sehen können, hat das Blau der Weißgoldversion einen etwas anderen Ton als das Blau, das in der Vergangenheit verwendet wurde. Die Rolex GMT-Master II Ref. 116719BLRO stattetem Rolex ebenfalls mit dem Kaliber 3186 aus.

Rolex GMT-Master

Die weißgoldene Rolex GMT-Master II 116719BLRO und die GMT-Master Ref. 1675

2019 wurde die Produktion der weißgoldenen Uhr Ref. 116719 mit schwarzem Zifferblatt eingestellt. Die weißgoldene Rolex GMT-Master II ist jetzt mit einem blauen Zifferblatt und einem Meteorit-Zifferblatt erhältlich. Beide tragen die Referenz 126719BLRO. Das Meteorit-Zifferblatt macht einen Preisunterschied von etwa 1.450 Euro aus. Der Listenpreis für die 126719BLRO beträgt 33.900 Euro.

Referenz 126710BLRO

2018 präsentierte Rolex endlich die langersehnte ‘Pepsi’-Konfiguration in Edelstahl. Darauf hatten alle gewartet, deren Budget für die weißgoldene Pepsi nicht ganz gereicht hatte. Interessant war die Entscheidung, diese neue Referenz 126710 nur mit einem Jubilé-Armband anzubieten. Im Vergleich zur 116710 gab es einige Veränderungen: die blau-rote Lünette, das Jubilé-Armband, ein leicht verändertes Gehäuseprofil und ein neues Uhrwerk. Im Inneren der 126710BLRO tickt das Kaliber 3285. Es bringt alle Innovationen der letzten Jahre mit, einschließlich der 70 Stunden Gangreserve, der garantierten durchschnittlichen Ganggenauigkeit von -2/+2 Sekunden und der fünfjährigen Garantie. Das Armband ist nicht das übliche Jubilé, sondern eine neue Referenz (69200), die speziell für diese Rolex GMT-Master II Ref. 126710 entwickelt wurde.  Wir haben hier in einem längeren Artikel über diese spezielle Referenz berichtet. Der Listenpreis der Rolex GMT-Master II 126710 beträgt 8.400 Euro (UVP Deutschland). Die Verfügbarkeit der GMT-Master II 126710 ist sehr gering. Rolex begründet das offiziell damit, dass die Produktion nicht gesteigert werden kann, ohne Qualitätseinbußen hinzunehmen. Aber Sie wissen ja, wie das so ist: sie ist verfügbar, wenn Sie bereit sind, mehr als den Listenpreis zu zahlen.

Rolex GMT-Master II 126710

Referenz 126710BLNR

Als Rolex die letzte GMT-Master II 126710BLNR (Batman) präsentierte, teilte das Unternehmen ebenfalls mit, dass alle zukünftigen Modelle der Rolex GMT-Master nur noch mit Jubilé-Armbändern erhältlich sein werden. Das bedeutet, dass aktuell zwei Edelstahl-Versionen der GMT-Master II im Katalog von Rolex zu finden sind. Die unten abgebildete Batman- und die Pepsi-Version. Beide mit dem neuen Jubilé-Armband. Alle Spezifikationen der 126710BLNR sind identisch mit denen der 12710BLRO (Pepsi), einschließlich des Listenpreises. Unseren Artikel über diese neue Rolex GMT-Master Batman finden Sie hier..

rolex gmt-master ii 126710blnr

Aber natürlich hören wir mit der letzten Batman 126710BLNR noch nicht auf. Es gibt noch ein paar andere Versionen, die in diesen Überblick gehören. Wie ist es zum Beispiel mit den Bicolor-Versionen, über die wir hier bei Fratello mehr als einmal berichtet haben?

Root Beer, Nipple Dials und Tigeraugen

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass die GMT-Master vor langer Zeit schon einmal in einer Gold-Stahl-Kombination erhältlich war. Die Spitznamen dieser historischen Modelle sind Root Beer, Nipple Dial und Tigerauge.

Einige historische Referenzen der GMT-Master haben eine angefügte /8. Sie weist darauf hin, dass die jeweilige Uhr aus massivem Gold gefertigt ist. Bei späteren Referenzen war die 8 die letzte Ziffer der Nummer (z.B. 116718LN).

Einige historische Referenzen der GMT-Master haben eine angefügte /8. Sie weist darauf hin, dass die jeweilige Uhr aus massivem Gold gefertigt ist. Bei späteren Referenzen war die 8 die letzte Ziffer der Nummer (z.B. 116718LN).

Referenz 126711CHNR und 126715CHNR

Basierend auf den modernen Uhren der GMT-Master II Serie mit keramischem Lünetten-Inlay lancierte Rolex die Ref. 126711CHNR und 126715CHNR heraus. Diese Uhren sind mit der speziellen Roségold-Legierung gefertigt, die immer denselben Farbton behalten wird. Während normales Roségold dazu neigt, bei intensivem Tragen wieder gelb zu werden, sorgt die Everose-Legierung dafür, dass der Roséton erhalten bleibt. Interessanteweise waren die zweifarbigen GMT-Master II zwar die einzigen Modelle, auf die man in der Vergangenheit einen kleinen Preisnachlass erhalten konnte, aber die neue Rolex GMT-Master II 12711CHNR ist nicht einmal erhältlich. Der Listenpreis dieser Uhr liegt in Deutschland bei 12.800 Euro. Der Markt ist dermaßen überhitzt, dass Sie schon mehr als den Listenpreis zahlen müssen, wenn Sie nicht auf die Warteliste wollen.

Rolex GMT-Master II 126711CHNR

Dann ist da noch die Version aus massivem Gold, Referenz 126715CHNR, mit einem Listenpreis von 33.000 Euro. Alle Spezifikationen außer dem Gehäuse-und Armbandmaterial sind mit denen der Bicolor GMT-Master Ref. 12711CHNR identisch.

Rolex GMT-Master II 126715CHNR

Fazit

Die Rolex GMT-Master ist die Reiseuhr mit dem weltweit größten Wiedererkennungswert. Dazu trägt vor allem bei, dass Rolex sich beim Design der GMT-Master immer treu geblieben ist. Ob es die weißgoldene Rolex GMT-Master II mit Keramiklünette oder die allererste Referenz 6542 ist, jeder sieht auf den ersten Blick, dass diese Uhren miteinander verwandt sind. Selbst die massivgoldene Referenz 1675/8 lässt eine Verbindung zur ‘Batman’ 126710BLNR erkennen. Auch das gehört zu den besonderen Stärken der Marke Rolex: Das durchgängige  Design lässt sich auf fast alle Uhren der Marke anwenden.

Da ist es ganz egal, ob Sie hinter einer perfekten vintage GMT-Master 1675 oder einer Rolex GMT-Master aus den 2000ern her sind. Oder ob Sie einfach einen autorisierten Händler aufsuchen, um eine der neuen Referenzen zu kaufen. Sie können nichts falsch machen. Viel Glück! Wir hoffen, dass Ihnen dieser Überblick eine gute Vorstellung aller verschiedenen Modelle und Referenzen vermitteln konnte. Er erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit (wir haben bei jeder ‘wichtigen’ Referenz ein paar Variationen weggelassen), aber wir werden diesen Artikel zukünftig immer mal wieder aktualisieren.

Weitere Informationen finden Sie bei Rolex online.

Dieser Artikel ist zum ersten Mal am 3. Januar 2012 auf Fratello Watches auf Englisch erschienen. Wir haben den Inhalt dieser Version aktualisiert, mehr und größere Fotos eingefügt und alle erwähnten wichtigen Referenzen ausführlicher beschrieben.